Badminton - was ist das?

"Ein Badmintonspieler sollte verfügen über

die Ausdauer eines Marathonläufers,

die Schnelligkeit eines Sprinters,

die Sprungkraft eines Hochspringers,

die Armkraft eines Speerwerfers,

die Schlagstärke eines Schmiedes,

die Gewandtheit einer Artistin,

die Reaktionsfähigkeit eines Fechters,

die Konzentrationsfähigkeit eines Schachspielers,

die Menschenkenntnis eines Staubsaugervertreters,

die psychische Härte eines Arktisforschers,

die Nervenstärke eines Sprengmeisters,

die Rücksichtslosigkeit eines Kolonialherren,

die Besessenheit eines Bergsteigers sowie über

die Intuition und Phantasie eines Künstlers.

Weil diese Eigenschaften so selten in einer Person versammelt sind, gibt es so wenig gute Badmintonspieler."

(Quelle: Martin Knupp Yonex-Badminton-Jahrbuch 1986)

Nur nichts verwechseln...

Fälschlicher Weise wird der Begriff Badminton oft mit dem Freizeitsport Federball gleichgesetzt. Während es beim Federball jedoch darum geht , den Ball möglichst lange in der Luft zu halten, ist Badminton ein Wettkampfsport, der nach festen Regeln gespielt wird und auf Grund der großen Laufintensität eine hohe körperliche Fitness erfordert.

493km/h...

Badminton ist die schnellste Rückschlagsportart der Welt. Es hat eine gewisse Ähnlichkeit mit Tennis, der Spielball darf jedoch den Boden nicht berühren. Der viel leichtere Schläger ermöglicht Änderungen in der Schlagrichtung ohne Ausholbewegung, was Badminton zu einem extrem raffinierten und täuschungsreichem Spiel macht. Der Spielball erreicht wesentlich höhere Geschwindigkeiten als beim Tennis. Der aktuelle Geschwindigkeitsweltrekord liegt bei 493km/h.

2000 Jahre...

Badminton ist schon sehr alt. In Indien gefundene Höhlenzeichnungen belegen, dass dort bereits vor 2000 Jahren ein Spiel, ähnlich dem heutigen Federball, gespielt wurde. Auch bei den Inkas und Azteken waren Rückschlagspiele mit gefiederten Bällen bekannt, und in Europa war zur Zeit des Barock ein unter dem Namen „Shuttlecock and Battledore“ oder „Jeu de Volant“ bekanntes Federballspiel eine der beliebtesten Freizeitbeschäftigungen des Adels.

Ein englischer Landsitz...

Das heutige Spiel verdankt seinen Namen dem Landsitz des englischen Duke of Beaufort. Auf diesem Landsitz, mit dem Namen „Badminton House“, wurde 1872 ein aus Indien mitgebrachtes und als Poona bezeichnetes Spiel vorgestellt. 1893 wurde in England der erste Badmintonverband gegründet. Da geeignete Spielstätten nur schwer zu finden waren, wurden zunächst Kirchen als Spielort genutzt. Die ersten deutschen Meisterschaften fanden 1953 statt.

Die Hochburgen...

Große Popularität genießt Badminton vor Allem in Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand, Indien, Korea und China. In Malaysia und Indonesien kommen Massen von  bis zu 15000 Menschen um größere Turniere zu sehen. In Europa sind England und Dänemark die Hochburgen, wo Badminton - gleich nach Fußball – die beliebteste Sportart ist. In England etwa spielen ca. 4 Millionen Menschen regelmäßig Badminton, das sind 8% der Bevölkerung.

Olympisch...

1972 in München und 1988 in Seoul war Badminton als Demonstrationssportart bei den olympischen Spielen vertreten. Bei den Spielen in Seoul waren die Badmintonwettbewerbe die ersten, die ausverkauft waren. Seit Barcelona 1992 ist es regulär im Programm der Spiele.

16 (linke) Federn...

Als Spielgeräte werden nur ein Schläger und der Federball benötigt. Der Ball, auch Shuttlecock genannt, besteht aus 16 an einer Basis aus Kork befestigten Gänsefedern und hält häufig nicht länger als ein Spiel. Er darf zwischen 4,74 und 5,5 Gramm wiegen und kostet 1-2 Euro. Für gute Bälle werden ausschließlich Federn des Linken Flügels benutzt. Nicht etwa aus Aberglauben, sondern wegen der besseren Flugeigenschaften. Es gibt natürlich auch günstige Kunststoffbälle, da diese im Spiel- und Turnierbetrieb nicht zum Einsatz kommen verzichten wir darauf.

Schlag dich durch...

Schläger gibt es in den unterschiedlichsten Varianten und Preisklassen. Ein günstiger Einstiegsschläger ist schon für unter 20€ erhältlich. Nach oben sind natürlich keine Grenzen gesetzt. Während die einfachen Schläger zumeist aus zwei Teilen mit Stahlschaft und Stahlkopf ausgeführt sind und um 120 Gramm wiegen, bestehen Hochwertige Schläger aus komplexen Legierungen von Carbon-Graphit, Boron, Keramik, Alu und Stahl in verschiedenen Verhältnissen. Sie bestehen zumeist aus nur einem Teil und wiegen in der Regel weniger als 100 Gramm.

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